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Wie schon erwähnt, es
war einmal ein mehr oder minder, kleiner Hai. Er war
nicht sonderlich groß und damit relativ klein. Seine
Größe, die also nicht unbedingt bedeutend war, soll
aber im Fortgang dieser Geschichte keine
Berücksichtigung mehr finden. Dieser Hai, welcher
schon ziemlich klein war, ging über eine kleine
Straße, die in etwa der Größe des Hais entsprach und
damit nicht sonderlich breit, oder sogar lang war.
Wie der Hai so mirnichts, dirnichts diesen Weg
beschritt, passierte erstmal gar nichts. Da nichts
passierte, dachte sich kleine Hai: "Hier ist alles
sehr langweilig, vielleicht sollte ich doch von der
Straße abgehen, tiefer in den Wald hinein. Denn eine
Geschichte, ohne daß etwas passiert ... das geht
doch nicht." So ging der Kleine Haifisch tiefer und
tiefer in den dunklen Wald.
Die tiefhängenden Äste der vielen Fichten und Tannen
streiften sein glattes, dunkelblaues Gesicht,
richteten aber keinen bleibenden Schaden an, denn
der Hai war ja einiges gewohnt aus seiner Heimat,
dem großen Meer. Aber mit seinen glitschigen Flossen
fiel es ihm zunehmend schwerer ordentlich zu gehen -
und das, obwohl er sich redlich bemühte, denn seine
Mutter hatte ihm immer gesagt, er solle auf seine
Haltung achtgeben wolle er jemals ein richtiger Hai
werden. Und nun diese vielen glatten Wurzeln am
Boden, all das Moos und Geflecht - er konnte einfach
nicht mehr anders als sich mit seinen Zähnen von Ast
zu Ast zu hangeln und so mehr blauen Flecken, welche
man auf seiner Haut fast überhaupt nicht wahrnahm,
aus dem Wege zu gehen. Nebenbei sah der kleine Hai
nichts mehr und er hoffte bei der heiligen Auster
von Mariana, daß jetzt schnell eine Lichtung käme
auf der er seine Haiaugen endlich wieder in Betrieb
nehmen könnte und auf der auch endlich etwas
passierte. Denn langsam aber sicher wurde er des
Wartens und Heilhabens an einer Geschichte in der
nichts passierte, wirklich überdrüssig.
Zum Glück war der Verfasser dieser Geschichte ein
enger Freund des Hais und so erschien die Lichtung,
die sich unser kleiner Fisch gewünscht hatte, auch
prompt. Fast so abrupt, daß der kleine Hai dachte:
"Hm ... hoffentlich war das mal kein Eigentor".
Glücklicherweise hatte aber niemand den Betrug
bemerkt. Beim Imbisstand auf der Lichtung erstand
der kleine Hai zwei völlig irrelevante Fischbrötchen
und bezahlte dafür mit einem Kunststück welches er
von seinem Onkel gelernt hatte. Er machte folgendes:
mit seiner Rückenflosse öffnete er eine Dose Fanta
während er zeitgleich dem Imbissbudenbesitzer die
Worte "Hallo Vatter, wie geht’s Mutter" per
Haifischzahn in die Schulter tätowierte und die
Kellnerin mittels Schwanzflosse all ihrer Kleider
entledigte. Zwei Mark mußte er indes noch
nachzahlen, vor allem auch weil die Kellnerin ihre
Unterhose nicht wiederfinden konnte. Am Büdchen
lernte er dann einen Hai namens Sharky kennen und
dieser überredete ihn, seiner Organisation
beizutreten welche da heißt: "Little Sharks
Attacking Company".
Die beiden rannten
dann schnell wieder in den Wald, um Pläne zu
schmieden wie sie mich am besten ärgern können wenn
ich morgens duschen gehe. Und weil sie nicht
gestorben sind, machen sie das bis heute und sicher
noch viele weitere Jahre.
ENDE .
Diese Geschichte wurde
mit links geschrieben, weil einer der beiden
Sharkies mir die rechte Hand abgebissen hat.
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